4. Registrierung und Rechtevergabe, oder: Wer kann was auf mein.berlin.de machen?

Nutzer*innen von mein.berlin.de sind je nach den ihnen zugewiesenen Rechten in der Lage, unterschiedliche Funktionen zu bedienen. Es wird unterschieden zwischen den unangemeldeten Nutzer*innen, den angemeldeten Nutzer*innen, den Projektinitiator*innen, den Moderator*innen und der Administration durch die Senatskanzlei.

4.1. Nutzung von mein.berlin.de ohne Registrierung

Die Beteiligungsplattform mein.berlin.de richtet sich grundsätzlich an alle Menschen, die sich für die Projekte der Berliner Verwaltung interessieren. Nicht-registrierte Nutzer*innen können alle Projekte, Ideen und Kommentare einsehen, sofern die Projekte nicht privat, das heißt auf einen bestimmten Teilnehmendenkreis begrenzt, sind. Sie können selbst keine Beiträge schreiben oder abstimmen.

Eine Ausnahme bildet das Modul „interaktive Veranstaltung“, in dem ohne Registrierung Fragen an das Podium gestellt werden können.

Registrierungsformular

Registrierungsformular ausfüllen

4.2. Registrierung und Anmeldung der Nutzer*innen

Eine Anmeldung ist Voraussetzung der aktiven Beteiligung. Sie sorgt dafür, dass automatisierte Benachrichtigungen und Newsletter (Folgefuktion) erhalten werde. Dies ermöglicht eine aktive Teilnahme, motiviert zum Austauschen und einer belebten Diskussionskultur. Außerdem werden durch das Prinzip „ein Konto, eine Stimme“ Manipulationen von Bewertungen und Unterstützungen von Beiträgen erschwert. Und nicht zuletzt beugt eine verpflichtende Registrierung Missbrauch vor, indem durch die Registrierung grundsätzlich die Möglichkeit besteht, Nutzer*innen zu löschen. Für eine Registrierung werden lediglich eine Emailadresse sowie ein selbstgewählter Anmeldename und ein Passwort benötigt. Ein Schalter zur Passwortsichtbarkeit in den Anmelde- und Registrierungsformularen erleichtert hierbei die Bedienung. Nach der Registrierung können die Nutzer*innen Ideen und Kommentare schreiben und Bewertungen bzw. Unterstützungen vornehmen. Sie können Projekten folgen und sich für Newsletter anmelden. In den Nutzerkonto-Einstellungen kann das eigene Profil verwaltet werden.

4.3. Anmeldung als Initator*in

Um einen Beteiligungsprozess zu initiieren und ein Projekt aufzusetzen, ist eine einmalige Registrierung als Nutzer*in notwendig. Bitte bedenken Sie bei der Wahl des Anmeldenamens, dass dieser bei der Eingabe von Ideen, Kommentaren und bei der Moderation öffentlich angezeigt wird. Um entsprechende Rechte zum Anlegen eines Projektes zu erhalten, werden Sie durch die Koordinierungsstelle der Landesdirektion Berlin (aktuell: Hr. Kämpfe-Fehrle) Ihrer Organisation zugeordnet. Dadurch erhalten Sie Zugang zum Dashboard und können hier für die Organisation(en), der (denen) sie zugeordnet wurden, Projekte anlegen. Initiator*innen erhalten zudem das Recht, Projekte ohne Beiträge von Teilnehmenden löschen zu können. Externe Dienstleister*innen erhalten einen eingeschränkten Zugang zum Dashboard: Sie können im Auftrag einer Verwaltung Projekte anlegen und diese dann bearbeiten, haben jedoch keinen Zugriff auf die sonstigen Projekte dieser Organisation. Nach Anlegen eines Projektes können Sie eine, einen oder mehrere Moderator*innen hinzufügen. Diese können das jeweilige Projekt bearbeiten und moderieren, haben jedoch keinen Zugang zum allgemeinen Dashboard für Projektinitiator*innen.

4.4. Anmeldung als Moderator*in

Initiator*innen können projektbezogen eine Moderation einsetzen. Der Moderation stehen unterschiedliche Funktionen zur Verfügung (siehe Kapitel 7). Die Moderation selbst hat keinen Zugang zum Projektdashboard. Standardmäßig ist der*die Initiator*in als Moderation eingetragen.

4.5. Anmeldung nach Einladung zu einem privaten/halb-öffentlichen Projekt

Im Grundsatz sind alle Beteiligungsprojekte von mein.berlin.de öffentlich zugänglich: Alle interessierten Bürger*innen können die Inhalte sehen und nach einer Registrierung aktiv teilnehmen. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch sinnvoll, den Kreis der Teilnehmenden einzuschränken. Dafür gibt es – neben den öffentlichen Projekten – zwei weitere Optionen:

  • Privates Projekt: Nur eingeladene Nutzer*innen können die Projektkachel und
    die Projektinhalte sehen und sich durch die Abgabe von Ideen, Kommentaren
    oder Bewertungen beteiligen. Dies ist z.B. in der Arbeit mit Gremien oder in der Beteiligung von Stakeholdern hilfreich.
  • Halb-öffentliches Projekt: Zwar können alle Nutzer*innen der Plattform die
    Projektkachel und die Projektinhalte sehen, jedoch können sich nur eingeladene Nutzer*innen aktiv beteiligen. Diese Option erschafft Transparenz in Verfahren, in denen nur eine ausgewählte Gruppe befragt werden soll. Alle anderen Nutzer*innen können den Prozess beobachtend begleiten.

Wurde eine der beiden Optionen in den Grundeinstellungen ausgewählt (siehe
Kapitel 8.3.2.), erscheint nach der Veröffentlichung des Projekts der Menüpunkt „Teilnehmer*innen“. Über diesen Punkt ist es möglich, die Teilnehmenden via E-Mail-Adresse einzuladen (siehe Kapitel 8.3.6.). Es empfiehlt sich, zuvor eine eigene Einladungs-Mail zu verschicken und zu dem Projekt einzuladen. Dies ist nicht nur persönlicher als eine automatisch generierte E-Mail sondern bietet auch die Möglichkeiten der Teilnehmenden, Rückfragen an die Verantwortlichen zu stellen, ehe sie dem Projekt beitreten. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie mit einer Einladung über mein.berlin.de personenbezogene Daten (E-Mail-Adressen) an die Plattform weitergeben. Ggf. ist es erforderlich, sich vorab die Einwilligung der eingeladenen
Teilnehmenden einzuholen.

4.6. Nutzerkontoeinstellungen

Die Nutzerkontoeinstellungen sind über das Burgermenü (rechts oben in der Hauptnavigation) zu erreichen. Hier finden sich folgende Unterpunkte:

  • Konto & Sicherheit
  • Benachrichtigungsoptionen
  • Gefolgte Projekte
  • Gespeicherte Suchen
  • Kiezauswahl

Konto & Sicherheit: Hier können Nutzername, Passwort und E-Mail-Adressen geändert bzw. hinzugefügt werden.

Benachrichtigungsoptionen: Hier können alle für den Gebrauch der Plattform nicht zwingend notwendigen Benachrichtigungen nach den individuellen Vorlieben ein- und ausgeschaltet werden: Projektbezogene Benachrichtigungen (E-Mail-Newsletter, Beteiligungsbeginn, Beteiligungsende, Veranstaltungen in gefolgten Projekten), Interaktionen mit anderen Nutzer*innen (Reaktionen auf eigenen Beiträge, auch seitens der Moderation), sowie Benachrichtigungen für Initiator*innen und Moderator*innen (neue Projekte in der eigenen Organisation sowie neue Beiträge in einem moderierten Projekt). Die Benachrichtigungen können überwiegend sowohl als E-Mail als auch als In-App-Benachrichtigung angezeigt werden (siehe Kapitel 3.2. und Kapitel 3.3.).

Gefolgte Projekte: Hier können alle über den Kiezradar verfolgten Projekte angesehen werden.

Gespeicherte Suchen: Hier können alle über den Kiezradar gespeicherten Suchen verwaltet werden (siehe Kapitel 3.6.2.).

Kiezauswahl: In der Kiezauswahl können eigene Kieze definiert und
verwaltet werden. Sie basieren auf einer Adresse oder einem auf einer Karte gesetzten Pin, um die*den herum ein Radius zwischen 0,5 und 3 km gezogen wird. Es können bis zu 5 Kieze erstellt und individuell benannt werden. Unter „Kieze verwalten“ können die Kieze auch bearbeitet und gelöscht werden. Die definierten Kieze erscheinen im Kiezradar im Filter „Kieze & Bezirke“ und können somit Grundlage der gespeicherten Suchen (siehe Kapitel 3.6.2.) sein, die wiederum Benachrichtigungen für neue Projekte auslösen. So können die Nutzer*innen jenseits von administrativen Bezirksgrenzen passgenauer das tatsächliche Lebensumfeld erfassen und über neue Projekte in diesem Umfeld informiert werden.