SEO-Anleitung: Suchmaschinenoptimierung für Redaktionen

Wir haben die wichtigsten Informationen zum Thema SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung zusammengestellt. Die meisten hier aufgeführten Themen sind auch in der redaktionellen Arbeit mit Imperia relevant.

Title Tag / Meta Title / Seitentitel / H1

Der Title Tag ist ein wichtiges Ranking-Signal. Er ist zentrales Element jeder Website. Für die Suchmaschinen liefert er Hinweise über das Thema, den Inhalt der Seite. Der Title Tag ist gleichzeitig der Seitentitel bzw. die H1 der Seite.

In den Suchergebnisseiten taucht der Title als verlinkte Überschrift des Suchergebnisses auf. Neben der Meta Description ist der Title damit das erste Element der Webseite, das Nutzende sehen, wenn sie Suchmaschinen verwenden.

Im Title bzw. der Seitenüberschrift wollten die wichtigsten 1 bis 2 Keywords verwendet werden. Je weiter vorne das Keyword im Title steht, desto größer ist auch dessen Relevanz für die Suchmaschinen.

Das Title Tag sollte einzigartig und aussagekräftig sein. Identische Title auf mehreren Seiten sind kontraproduktiv und erschweren die inhaltliche Einordnung für Suchmaschinen.

Der Title sollte 55 bis 65 Zeichen lang sein. Zu lange Title werden in den Suchergebnissen abgekürzt. Es kann auch vorkommen, dass Suchmaschinen zu lange Title in den Suchergebnissen eigenständig umschreiben.

Der Meta Title entspricht in Imperia der Seitenüberschrift und findet sich im Reiter Metadaten. Zu beachten ist, dass zusätzlich “Berlin.de” automatisch an das Ende des Meta Title gehängt wird.

  • Bild Seitenüberschrift Imperia Dokument

    Meta Title/Seitenüberschrift/H1

Meta Description

Die Meta Description ist ein kurzer Beschreibungstext, der von den Suchmaschinen ausgelesen wird. Sie sollte den Seiteninhalt präzise zusammenfassen, einzigartig sein und für jede Seite individuell erstellt werden.

In den Suchergebnissen taucht die Meta Description als Snippet unterhalb des Meta Title auf. Neben dem Title ist die Description damit das erste Element der Webseite, das Nutzende sehen, wenn sie Suchmaschinen verwenden.

Die Meta Description sollte etwa 118 bis 165 Zeichen lang sein. Jede Seite sollte eine einzigartige und aussagekräftige Description haben.

Anders als der Title hat die Description keinen direkten Einfluss auf die Rankingposition. Klickstark formulierte Meta Descriptions können aber indirekt Auswirkungen auf die Rankingposition haben. Hat ein Suchergebnis eine hohe Klickrate steigt auch die Chance, dass es in den Rankingpositionen nach oben rutscht.

Es kann vorkommen, dass Suchmaschinen einen anderen Textbaustein der Seite anstelle der definierten Meta Description in den Suchergebnissen ausgeben. Ausschlaggebend ist hier die Suchphrase der Nutzenden. Passt ein anderer Textbaustein besser zum Kontext der Suchphrase, wird dieser bevorzugt. Auch bei Seiten ohne Meta Description erstellen Google & Co. das Snippet eigenständig in den Suchergebnissen.

  • Beispiel für eine Meta Description
  • Meta Title und Meta Description

    Meta Title und Meta Description auf der Suchergebnisseite

Überschriften / Heading Tag

Überschriften helfen beim Gliedern eines Textes und erhöhen dessen Lesbarkeit. Auch Google wertet Überschriften inhaltlich aus und gewichtet zudem die Textebenen anhand der Heading Tags.

Es gibt sechs Überschriften, H1 bis H6, wobei H1 die für Google wichtigste Überschrift darstellt. Auf der Seite müssen die Überschriften hierarchisch, also von der Größe her absteigend gesetzt werden. Es darf keine Überschriften-Hierarchie übersprungen werden.

Wichtige Informationen/Keywords gehören an den Anfang der Überschriften und Zwischenüberschriften.

Die H1 Überschrift darf nur einmal auf jeder Seite verwendet werden und einzigartig sein. Identische Überschriften (insb. H1) auf unterschiedlichen Seiten sind ein Nachteil. Die H2 – H6 Überschriften können auf einer Seite mehrfach verwendet werden.

Die H1 Überschrift wird in Imperia über das Feld Seitenüberschrift im Reiter Metadaten befüllt. Im restlichen Content-Bereich können in Imperia H2 – H4 Überschriften verwendet werden.

Meta Keywords (Schlüsselwörter)

Meta Keywords können wie auch der Meta Title und die Meta Description in den Meta-Angaben einer Seite hinterlegt werden. Diese werden von den Suchmaschinen aber nicht mehr für das Ranking herangezogen.

Für die Suchmaschinenoptimierung brauchen Meta Keywords also nicht ausgefüllt werden.

Im Gegenteil ist eher darauf zu achten, dass diese nicht als Spam eingeordnet werden. Werden zu viele oder themenfremde Keywords hinterlegt oder wiederholt (Keyword Stuffing), kann die Seite von den Suchmaschinen dafür abgestraft werden.

Werden Keywords für die interne Suche benötigt und im CMS eingegeben, sollten sie möglichst sparsam verwendet werden und der Seite thematisch nicht völlig fremd sein.

Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung übernimmt bei der Suchmaschinenoptimierung mehrere wichtige Funktionen:

  • Die Crawler der Suchmaschinen (sowie auch die Nutzenden) finden über die interne Verlinkung alle zugehörigen Seiten eines Auftritts.
  • Der Linktext eines Links gibt Hinweise für die Suchmaschinen über das Thema einer Seite.
  • PageRank wird über Links weitergegeben. Der PageRank drückt die „SEO-Power“ einer Seite aus. Hat eine Seite einen hohen PageRank, wird sie gut in der Suche ranken und gibt immer auch einen Teil ihrer „positiven Signale“ an die verlinkten Seiten weiter.

Folgende Faustregeln sollten bei der internen Verlinkung eines Webauftritts beachtet werden:

  • Wichtige Seiten sollten intern prominent und vielfach verlinkt sein.
  • Weiter oben stehende Links haben einen größeren Wert für die Suchmaschine.
  • Der Anker- bzw. Linktext eines internen Links sollte auch das zentrale Keyword der Zielseite beinhalten. Bei Mehrfach-Verlinkungen sollte der Ankertext stets identisch oder zumindest ähnlich gewählt werden. Unbedingt zu vermeiden ist ein identischer Ankertext für zwei verschiedene Linkziele.
  • Die verlinkte Seite sollte thematisch zur linkgebenden Seite passen. Bei völlig themenfremde Verlinkungen sollte die Frage nach der Notwendigkeit des Links beantwortet werden können.
  • Die Anzahl an Links auf einer Seite sollte auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Je mehr Links eine Seite vergibt, desto geringer der vererbte PageRank je Link.

Daumenregel: Eine Seite sollte nicht mehr als 100 – 200 herausgehende Links haben.

  • Interne Links sollten auf einer Seite nicht mehrfach gesetzt werden. Der PageRank verliert bei identischen Links an Wert.
  • Breadcrumbs kommt bei der internen Verlinkungen eine besondere Rolle zu. Die Verzeichnisstruktur einer Webseite wird über diese übermittelt und PageRank systematisch verteilt. Breadcrumbs werden in Imperia automatisch über die Rubrikenstruktur eines Auftritts gebildet.
  • Auch den Navigations-Links kommt aufgrund ihrer prominenten Platzierung besonderes Gewicht bei.
  • Links sollten nicht über JavaScript eingebunden werden. Auch wenn Google JavaScript inzwischen besser interpretieren kann, bergen JavaScript-Links immer das Risiko, von Google und anderen Suchmaschinen nicht erkannt zu werden.
  • Ein Auftritt sollte regelmäßig auf tote Links geprüft werden, beispielsweise mit einem Link-Checker-Tool. Fehlerseiten (404 Seiten) sollten intern nicht verlinkt sein. Der PageRank wird sonst verschenkt. Das zentral im Land bereitgestellte Webstatistik-Tool mapp Intelligence bietet mit dem 404-Report die Möglichkeit, tote Links in den Auftritten der Behörden zu finden.

URL

Die URL sollte kurz und sprechend sein. Eine einfache sprechende URL schafft Vertrauen bei den Nutzer:innen. Eine klare URL-Struktur hilft Suchmaschinen, die Seitenstruktur besser zu erfassen. Also besser www.berlin.de/einwohnermeldeamt/anmeldung als www.berlin.de/einwohnermeldeamt/form?92849.

Auf Artikelseiten in Imperia haben Sie die Möglichkeit, der späteren URL der Seite einen sprechenden Link zuzuweisen. Achten Sie beim Anlegen von Rubriken zudem auf eine möglichst sprechende, eindeutige und verständliche Benennung.

URL-Parameter

URL-Parameter stellen Suchmaschinen bei der Indexierung vor größere Schwierigkeiten. So bringen Parameter oft nur geringfügige oder auch gar keine inhaltlichen Änderungen mit sich. Die Anzahl der URLs mit sehr ähnlichen Inhalten kann dann schnell in den Hunderterbereich gehen. Auch ändern sich dynamische URLs schneller und produzieren für die Suchmaschinen häufiger Fehlerseiten. Suchmaschinen tendieren daher dazu, URLs mit zu vielen Parametern von der Indexierung ganz auszuschließen.

Folgende Maßnahmen können eine erste Abhilfe schaffen:

  • unnötige Parameter vermeiden (z.B. Session-IDs oder leere Parameter)
  • eine feste Reihenfolge der Parameter (vermeidet Duplikate)
  • keine zu lange URLs durch zu viele Parameter
  • Inhalte sollten unter derselben URL immer erreichbar sein
  • Nutzung von Fragmentbezeichnern für unwichtigere Parameter

Je nach Sachlage kann den Problemen auch mit dem Canonical Tag oder dem Noindex Tag begegnet werden. Werden Applikationen durch externe Anbieter gebaut, sollten diese als Minimal-Anforderungen mit aufgenommen werden.

Weiterleitungen

Unter Weiterleitung (auch Redirect) wird eine automatische Weiterleitung von einer URL auf eine andere URL verstanden. Die finale Ziel-URL ist eine andere, als die von den Nutzenden ursprünglich angefragte URL.

Ändert sich eine URL (veränderte Ordner, Dateinamen, Linkstruktur der Webseite ganz allgemein), sollte den Suchmaschinen die neue Location mitgeteilt werden. Richtig umgesetzt werden dann auch die bestehenden Rankings auf die neue URL übertragen. Wichtige Seiten sollten daher nicht einfach gelöscht, sondern weitergeleitet werden. Als wichtige Seiten sind Seiten anzusehen, die entsprechend Traffic generieren. Wie viel Traffic eine Seite generiert, sollte vorher bei Mapps ermittelt werden.

Serverseitige Weiterleitungen

Die eleganteste Lösung stellen Weiterleitungen dar, die direkt auf dem Server verwaltet werden. Die Nutzenden werden direkt auf die neue URL weitergeleitet. Gleichzeitig kann mit dem Redirect der passende Statuscode (i.d.R. 301) den Suchmaschinen mitgeteilt werden.

Der Statuscode 301 (moved permanently) bezeichnet eine permanente Weiterleitung. Die veraltete URL wird in der Datenbank der Suchmaschinen überschrieben. Rankingpositionen werden an die neue URL weitergegeben. 301-Weiterleitungen sind suchmaschinenfreundlich und zu bevorzugen.

Anders ist das bei den 302 oder 307 (temporary redirects) Weiterleitungen, hier wird PageRank nur bedingt vererbt und die neue URL muss diesen erneut aufbauen.

Weiterleitungsketten, also Weiterleitungen auf URLs, die ebenfalls weiter leiten, sollten vermieden werden. Google hört nach einer bestimmten Anzahl an Weiterleitungen auf, dem Link zu folgen. Gleichzeitig geht mit jedem Redirect auch wieder etwas an PageRank verloren.

Weiterleitungen, die über den BerlinOnline-Support eingerichtet werden, sind immer serverseitige Weiterleitungen.

JavaScript Weiterleitungen

Weiterleitungen können auch via JavaScript ausgeführt werden. Hier ist man aber darauf angewiesen, dass der Browser der Nutzenden JavaScript auch unterstützt. Den Suchmaschinen kann zudem kein Statuscode übermittelt werden und auch die Interpretation von JavaScript kann noch nicht jede Suchmaschine leisten. Solche Clientseitigen Weiterleitungen sind daher zu vermeiden.

Meta Refresh Weiterleitungen

Gleiches gilt für Weiterleitungen via des Meta Tags „refresh“. Hier wird im head Bereich ein entsprechender Befehl hinterlegt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Browser die Weiterleitung nicht erkennt. Auch können keine Statuscodes übermittelt werden. Außerdem geraten diese Weiterleitungen bei Suchmaschinen schnell in den Spamverdacht und sollten daher auf keinen Fall verwendet werden.

Bilder

Auch Bilder lassen sich für die Suchmaschinen aufbereiten. Zur Interpretationshilfe werden von diesen insbesondere das „alt“ Attribut und der Dateiname herangezogen.

Bilder sollten in der Größe hochgeladen werden, in der sie angezeigt werden sollen. Zu große Bilder führen zu langen Ladezeiten.

In Imperia wird bei Upload eines Bildes neben seiner Originalgröße automatisch eine Standard-Variante entsprechend der Layout-Einstellungen erstellt, die bei der redaktionellen Bildauswahl in der Bearbeitungsansicht priorisiert geladen wird. Weitere Informationen zu Bildgrößen in Imperia finden Sie im Support-Wiki.

"alt" Attribut / ALT-Tag

Das “alt” Attribut gehört zu den von Google bestätigten Ranking-Signalen. Für ein besseres Ranking lohnt es also, Content im Alternativtext für Bilder zu integrieren. Davon profitiert sowohl das Ranking des Bildes, als auch das Ranking der Seite als solche.

Im “alt” Attribut können Schlüsselwörter platziert werden, die das Thema der Seite und des Bildes behandeln.

Da das “alt” Attribut aber auch zur Barrierefreiheit beiträgt, sollten die Inhalte des Bildes immer in ganzen Sätzen formuliert werden. Die Optimierung für die Suchmaschinen muss hier im Einklang mit den Nutzerbedürfnissen (Barrierefreiheit) stehen. Der ALT-Text sollte in 70 bis 120 Zeichen beschreiben, was tatsächlich auf dem Bild zu sehen ist. Eine Aneinanderreihung von Schlagworten ist nicht sinnvoll. Beispielsweise: „Eine junge Frau putzt sich vor dem Spiegel die Zähne“ statt „Zähneputzen, Zahnbürste, Spiegel, Zahnhygiene“.

Auf keinen Fall sollte Keyword-Stuffing (viele Keywords, womöglich mehrfach wiederholt) stattfinden. Es droht sonst eine Abstrafung durch die Suchmaschinen.

  • Beispielbild für ALT-Attribute

Dateiname

Der Name der Bilddatei bietet für Suchmaschinen eine weitere Orientierung, um den Inhalt der Seite zu verstehen. Die Datei sollte sprechend sein und wichtige Keywords enthalten. Die Wörter können mit Bindestrichen verbunden werden.

Texte

Texte sollten immer für die Nutzer:innen geschrieben sein – nicht für Suchmaschinen. Rein für Suchmaschinen geschriebene Texte haben keine Relevanz mehr. Entscheidend für ein gutes Ranking ist die Qualität des Inhalts: Bietet der Text Antworten auf Fragen? Findet der Besucher relevante Angebote? Wird das Thema umfassend und von allen Seiten behandelt? Beantwortet der Text schon Fragen, die Nutzer:innen erst beim Lesen kommen könnten? Texte sollten also “Unique Content” sein.

Unique Content
  • unterscheidet sich von anderen Texten
  • bietet umfassende Informationen zu einem Thema
  • bietet neue Perspektiven zu einem Thema
  • hat einen verständlichen Text und Überschriften

Durch KI erstellte Texte sind meist austauschbar und generisch und sind deshalb kein Unique Content. KI kann Inhalte zusammenfassen, aber nichts Neues erschaffen. Es fehlen eigene Perspektiven und Originalität. Außerdem können die Informationen der KI veraltet sein.

Die Textlänge ist nicht ausschlaggebend für ein gutes Ranking der Seite, sondern die Qualität des Textes. Ein Thema sollte möglichst allumfassend behandelt werden. Deswegen ist es meist so, dass gute Inhalte viele Wörter haben.

Es sollte nicht versucht werden, möglichst viele Keywords auf Kosten der Lesbarkeit unterzubringen. Ein gut geschriebener Text enthält die relevanten Keywords meist natürlich. Am besten werden neben den Keywörtern verwandte Begriffe verwendet.

Inhalte sollten regelmäßig auf ihre Aktualität geprüft werden.

Keywords

Keywords sind die Begriffe, die Nutzer:innen in Suchmaschinen eingeben, um Inhalte zu finden – häufig Phrasen oder ganze Fragen statt einzelner Wörter. Wichtig ist, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen: Mit welchen Begriffen würden Nutzer:innen nach den angebotenen Inhalten suchen? Verwaltungsfachbegriffe sind häufig nicht die Begriffe, die Nutzer:innen bei der Suche verwenden würden.

Hilfreiche Quellen

Download

  • SEO Handout

    Die wichtigsten SEO-Maßnahmen in der Übersicht

    PDF-Dokument (61.6 kB)
    Dokument: BerlinOnline