Manuelle Übersetzungen in Imperia
Imperia bietet zudem die Option Inhalte in anderen Sprachen händisch zu pflegen. Das bietet sich vor allem für Sprachen an, die nicht automatisiert von Conword übersetzt werden. Weitere Informationen
Zum Start der Übersetzungssoftware stehen zunächst die Sprachen zur Auswahl, die vom Abgeordnetenhaus gefordert wurden: Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Ukrainisch, Russisch und Polnisch. Andere Sprachen werden ggf. zusätzlich angeboten, dazu gibt es bisher noch keine Entscheidung.
Die Sprachauswahl richtet sich nach der Auflistung des AfS (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) zu Menschen mit ausländischen Staatsangehörigkeiten.
Nein, die Software funktioniert unabhängig von Imperia. Die Software läuft nur über die Live-Seiten auf Berlin.de. Nur die Inhalte, die auf Berlin.de veröffentlicht sind, werden übersetzt.
Alle Elemente, die bereits in einer ausgewiesenen Sprachrubrik liegen, werden von der automatischen Übersetzung ausgeklammert. BerlinOnline identifiziert diese Inhalte per Datenbankabfrage in Imperia und listet alle Inhalte auf, die als fremdsprachig gekennzeichnet sind – entweder durch eine Rubrik (dann werden alle Seiten, die darin liegen, ausgespart) oder auch einzelne Seiten, die in den Meta-Daten mit einer Fremdsprache markiert sind.
Beispiel: Englischer Auftritt des Regierenden Bürgermeisters (EN-Rubrik im Auftritt der Senatskanzlei)
https://www.berlin.de/rbmskzl/en/
Diese Inhalte wurden professionell übersetzt und manuell in Imperia eingepflegt. Alle Inhalte innerhalb dieser EN-Rubrik werden als Englisch identifiziert von der KI ausgespart. Eine extra Auszeichnung jeder einzelnen Artikel- oder Index-Seite ist nicht nötig. Diese manuell eingepflegten und als Fremdsprache ausgewiesenen Inhalte sind immer prioritär. Die Software geht nicht noch einmal drüber und übersetzt die Inhalte erneut ins Englische, übersetzt aber natürlich die vorhandenen EN-Seiten in alle anderen Sprachen.
Gleiches gilt für einzelne Artikelseiten, die als EN in der URL gekennzeichnet sind. Auch diese Inhalte werden von der Software in der jeweiligen Sprache ignoriert und nicht überschrieben.
Die Qualität von professionellen Übersetzungen durch Fachleute ist immer hochwertiger als eine KI-gestützte. Eine Übersetzung von ausgebildeten Übersetzenden ist einer Software-Lösung je nach Anwendungsfall vorzuziehen. Allein was Satzbau, Sprachstil, Idiome und Eigennamen angeht, können KI-gestützte Software-Lösungen noch nicht mithalten. Sie springen dort ein, wo eine schnelle Orientierung nötig ist bzw. es um ein reines Textverständnis geht. Rechtsverbindlich sind ohnehin nur die deutschen Originaltexte.
Im Gegensatz zu Software können Menschen in kurzer Zeit nur eine begrenzte Menge an Texten übersetzen. Daher stehen maschinelle Übersetzungen wesentlich schneller zur Verfügung und bilden aktuelle Änderungen unmittelbar ab. Fehlerfreiheit ist dabei nicht garantiert – i.d.R. aber Verständlichkeit. Auf Übersetzungen durch Fachleute zu warten, ist nicht immer praktikabel oder wirtschaftlich. Anpassungen an den deutschen Inhalten lassen sich durch Übersetzungssoftware sofort in alle Sprachen übertragen, ganz ohne Ausschreibungen oder Verzögerungen. Die Texte müssen nicht erst nach der Aktualisierung in Imperia eingepflegt werden, sondern sind unmittelbar nach der Überarbeitung der deutschen Vorlage verfügbar.
Die Qualität dieser Übersetzungen ist naturgemäß unterschiedlich. Muttersprachler*innen erkennen leicht, welche Texte professionell übersetzt wurden. Daher bleibt der Beruf der Übersetzenden für einige Texte weiterhin unverzichtbar. Dennoch gilt: Selbst eine weniger gelungene maschinelle Übersetzung ist oft hilfreicher als gar keine.
Selbstverständlich können bestehende Verträge mit Übersetzer*innen fortgeführt werden, und auch das manuelle Einpflegen von Übersetzungen in Imperia bleibt weiterhin möglich.
Mit einem Glossar können einzelne Begriffe und deren Übersetzungen definiert werden. Die Übersetzung von Eigennamen kann auf diese Weise festgelegt oder ausgeschlossen werden. Entweder man hinterlegt einen feststehenden Begriff, der von der Software immer für einen Eigennamen verwendet wird. Oder man hinterlegt, dass ein Eigenname grundsätzlich nicht übersetzt wird. Das ist allerdings nur bei bestimmten Begriffen sinnvoll, die nur eine einzige Bedeutung haben.
Wie das Glossar gepflegt und wie oft es aktualisiert wird, wird derzeit noch erarbeitet. Zum Start ab Dezember 2025 wird nur mit einem englischen Glossar gearbeitet. Glossare in anderen Sprachen werden ggf. in 2026 nachgesteuert.
Schlechte Übersetzungsqualität im Allgemeinen kann weder von der Senatskanzlei noch von Conword beeinflusst werden. Wir sind vom Software-Anbieter DeepL abhängig und haben keine Einflussmöglichkeiten auf die grundlegende Sprachstruktur. Mittelmäßige Sprachqualität muss durchaus in Kauf genommen werden.
Schreiben Sie Texte grundsätzlich in alltäglicher Sprache, so bürgernah wie möglich. Verzichten Sie auf Fachbegriffe, Fremdwörter und Schachtelsätze. Komplizierte Satzkonstruktionen machen es der KI schwer. Je einfacher ein Text im deutschen Original verfasst ist, desto besser ist i.d.R. die Übersetzung. Verzichten Sie daher auf Synonyme im Deutschen, nutzen Sie möglichst immer den selben Begriff für ein Wort.
Gängige Abkürzungen wie z. B., usw., ect., z. Z. sollten problemlos übersetzt werden. Andere Abkürzungen, die nur innerhalb der Verwaltung verständlich sind, sollten keine Verwendung finden.
Fallen Ihnen mangelhafte Übersetzungen auf oder erhalten Sie entsprechendes Feedback aus der Bevölkerung, melden Sie sich gerne beim Support von BerlinOnline. Bitte sammeln Sie solche Rückmeldungen und wenden sich nur einmal die Woche beim Support.
Nein, technisch gesehen wird die Software-Übersetzung immer nach Bedarf (OnDemand) live erstellt. Es wird immer der IST-Zustand des Originals abgebildet und ist damit nicht speicherbar. Die Übersetzung wird jedes Mal neu erstellt, wenn man eine Seite besucht. Das hat den Vorteil, dass man immer die aktuellen Informationen bekommt. Egal ob die Original-Seite vor zwei Stunden oder vor zwei Minuten aktualisiert wurde, die Übersetzung ist immer auf dem neuesten Stand. Die Sprachqualität kann daher variieren, je nachdem wie gut (oder schlecht) der Original-Text geschrieben ist. Das kann unter Umständen zu fehlerhaften oder missverständlichen Übersetzungsergebnissen führen.
Das Weiterleiten von Software-Übersetzungen an andere Personen funktioniert hier nur über die deutsche Originalseite. Die Empfänger-Person muss dann den Sprachumschalter selbst betätigen, also die Übersetzung aktiv anstoßen.
Übersetzungen, die händisch in Imperia eingepflegt wurden, sind physisch im CMS gespeichert. Sie können immer abgerufen werden, sind dadurch aber auch statisch und nicht immer aktuell. Dafür sind sie qualitativ gleichbleibend und der Sprachstil ändert sich nicht. Der Vorteil ist, man kann auf diese Seiten direkt verlinken bzw. Links zu händischen Übersetzungen weiterschicken und Lesezeichen abspeichern.
User können die Software-Übersetzung selbst von der Internetseite kopieren und z. B. in einem Word-Dokument abspeichern.
Die Software ist nur auf den Live-Seiten auf Berlin.de zu finden. Es handelt sich um eine Echtzeitübersetzung per Mausklick. User möchten sich Inhalte auf Berlin.de übersetzen lassen und betätigen einen Button. Die Software übersetzt direkt online im selben Fester.
Alle sichtbaren Inhalte einer Seite werden übersetzt: Navigation, Menü, Links, Fließtext, Flex-Module, Kontaktinfos, Footer, Bildunterschriften. Auch Alt-Texte und MouseOver-Texte sollten übersetzt werden.
Hat ein User eine Sprache ausgewählt, bleibt die Sprachauswahl erhalten, wenn der User weitere Seiten auf Berlin.de anklickt. Auch wenn von einem Behördenauftritt zum anderen gewechselt wird, muss man nicht jedes Mal die Sprache erneut wählen.
Einige Elemente werden ausgespart, z. B. das Copyright. Aus Gründen des Urheberrechts bleiben Copyrightangaben immer in der Original-Sprache bestehen.
Kontaktformulare werden aus Datenschutzgründen zunächst ausgenommen. 2026 werden wir eine Lösung erarbeiten, wodurch wir auch Formularbeschriftungen übersetzen können.
Assets werden grundsätzlich nicht übersetzt. Dazu zählen alle hochgeladenen Dateien bspw.: Bilder, PDF, Excel-, Word- und PowerPoint-Dokumente.
Bereits vorhandene Übersetzungen, die händisch in Imperia eingepflegt wurden, bleiben erhalten und werden nicht erneut übersetzt bzw. nicht überschrieben.
Subdomains sind zum Start im Dezember 2025 von der Übersetzung ausgenommen. Die Entscheidung, welche Domains mit aufzunemen sind, wird je nach Angebot individuell entschieden und ggf. in 2026 nachgezogen.