Begriffsdefinition Apps

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Der Begriff der App entstand als Kurzform von "Applikation" und bezeichnet vorwiegend Anwendungen auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Hier sind vor allen Dingen die Betriebssysteme iOS von Apple (z.B. auf iPhone und iPad), Android von Google (zu finden auf Geräten der Hersteller Samsung, HTC, Motorola, LG, Sony, etc.) und Blackberry OS für entsprechende Geräte ("Blackberrys") im geschlossenen Unternehmensumfeld zu nennen. Daneben gibt es noch andere Betriebssysteme (Bada, WebOS, Symbian), die aber auf dem Rückzug sind.

Zunehmend wird der Begriff auch für Anwendungen verwendet, die auf "normalen" PCs genutzt werden und überschneidet sich mit dem Begriff "Programm".

Varianten für Apps für mobile Endgeräte

Applikationen für mobile Endgeräte gibt es in drei verschiedenen Varianten:

  1. Native Apps
  2. Webapps
  3. Mobile Websites

Unterschieden tun sich die drei Ansätze durch die Möglichkeiten zur Integration mit der Hardware des Nutzers, gleichzeitig aber auch in dem dafür notwendigen Aufwand zur Entwicklung und Pflege.

Native Apps

Haben den höchsten Aufwand in der Entwicklung, und müssen den Appstore-/Marketbetreibern von Apple und Google vorgelegt werden. Nur über diese Shops kann ein Nutzer überhaupt an die Apps kommen. Damit macht man sich von der Zustimmung der Shopbetreiber zu der Veröffentlichung der App abhängig. Gleichzeitig muss man für jede Plattform separat entwickeln, oder sich aber zum Ausschließen einiger Plattformen entscheiden.

Native Apps lohnen sich nur, wenn eine Notwendigkeit zur Integration von Nutzerhardware erforderlich ist. Die Fähigkeit, Kontakte vom Telefon auszulesen oder hinzuzufügen, Termine zu lesen oder setzen, SMS zu versenden, das Mikrofon und den Lautsprecher anzusteuern o.ä. kann nur über eine native App erreicht werden. Gleichzeitig sind sie in Situationen ohne Netzwerkverbindung im Vorteil, da sie direkt auf dem Gerät installiert werden.

Gleichzeitig steht zu bemerken, dass die Ansprüche von Nutzern gegenüber Apps besonders hoch sind, und Apps in den Appstores / Markets bewertet & kommentiert werden.

Webapp

Deutlich einfacher ist die Erstellung einer Webapp. Im Endeffekt handelt es sich um eine Website, die aussieht wie eine native App. Sie kann ohne weitere Installation auf jedem mobilen Endgerät genutzt werden, und unterstützt (wie im Endeffekt alle Internetinhalte) alle vergangenen, aktuellen und zukünftigen mobilen Betriebssysteme, da sie von dem auf dem Mobilgerät laufenden Browser ausgeführt werden. Die Nutzung der App ist über den Aufruf einer URL möglich, z.B. über den Mobilbrowser des betreffenden Endgerätes.

Mobile Apps sind i.d.R. ebenfalls auch offline verwendbar. Sie können aber auf weniger Hardware des Telefons zugreifen, können aber zumindest E-Mails verschicken, Telefonnummern anrufen, die Position des Nutzers feststellen, und beliebige Internetinhalte ansurfen.

Mobile Websites

Dies sind mobile Varianten von aus dem Desktop-Bereich bekannten regulären Internetseiten. Bis auf ein geändertes Layout entsprechen sie in ihren Fähigkeiten weitestgehend regulären Internetseiten, können aber ggf. auch Möglichkeiten von Webapps nutzen.

Mobile Websites haben die größte Zugriffsrate, weil sie über Suchmaschinen wie Google & Co direkt beim Surfen auf dem mobilen Endgerät entdeckt werden können. Dazu erfordert es keine besondere Installation auf dem Gerät. Dafür sind mobile Websites i.d.R. komplett auf eine bestehende Netzwerkverbindung angewiesen.

Siehe auch Howto: Mobillayout.

Beispiele

Gute Beispiele für die einzelnen Applikationstypen:

  1. Nativ: Währungsumrechner, Taschenrechner, Merkzettel, komplexe Geo-Anwendungen, Kommunikationssoftware
  2. Webapp: Einfache Geo-Anwendungen, Hotelsuchen, Eventsuchen
  3. Mobile Website: Nachrichten, Informationsseiten für Spontan-Surfer

Entscheidungsgrundlage

Um entscheiden zu können, welcher Applikationstyp der optimale ist, sollten folgende Fragen herangezogen werden:

  • Benötigt die App fortwährend Informationen aus dem Internet? Muss die Anwendung auch ohne Internet verwendbar sein? Inwiefern dürfen Inhalte in der App veraltet sein?
  • Benötigt die App Zugriff auf die Hardware des Telefons? Muss ich die Position des Nutzer feststellen?
  • Möchte ich Gelegenheitsbesucher über Google bedienen? Möchte ich meine Inhalte durch andere Internetseiten verlinkbar machen?
  • Wie hoch darf der Aufwand sein, den Betrieb der App sicherzustellen?